Beitrag vom 13.07.2015
in der Kategorie: FÖJ-Blog

Erlebnisseminar in Mirow- ein krönender Abschluss!

13.07.2015

Hallo ihr da,

wie gesagt, war ich letzte Woche nicht am Landgut anzutreffen, sondern in Mirow, wo das letzte Seminar stattgefunden hat. Themenschwerpunkt des Seminars waren indigene Völker und ihre damaligen Lebensweisen. Passend zum Thema, haben wir dort auf einem Campingplatz gezeltet und sind mit zwei verschiedenen Kanuarten – Kajaks und Kanadiern – über die umliegenden Seen gefahren.

Am ersten Tag nach der Ankunft sind wir eine kleinere Runde gefahren, um uns zunächst einmal an die Kanus und das Fahren auf dem Wasser zu gewöhnen. Zunächst bin ich in einem Kanadier gefahren. In einem Kanadier ist es nicht so wackelig und die Gefahr des Kenterns ist deutlich geringer als mit einem Kajak, jedoch ist man auch langsamer. Später bin ich auch mit einem Kajak gefahren. Zunächst war alles sehr wackelig, doch schon nach einer kurzen Zeit hatte ich den Dreh raus und es hat einfach nur noch eine Menge Spaß gemacht, auf dem Wasser zu paddeln!

Einige indigene Völker haben damals ein Nomadenleben geführt und sind umhergewandert stets auf der Suche nach Nahrung. Um diesen Teil der damaligen Lebensweise nachempfinden zu können, sind wir mit unseren Booten mit einem Teil unseres Gepäcks zu einem anderen Campingplatz gefahren, auf dem wir dann zwei Tage geblieben sind.

Von diesem Platz aus startete dann die größte Tour von 18km, was sich schlimmer anhört, als es tatsächlich war. Diese Tour hat mir persönlich am besten gefallen, denn die Natur, die man zu sehen bekam, war einfach der Wahnsinn! Teilweise gab es Abschnitte über große Seen, wo man fast nur Wasser gesehen hat. Aber dann gab es auch noch die flussähnlich Abschnitte, die einfach traumhaft waren! Man ist hindurchgefahren und alles wirkte total idyllisch.Man hat sich wie in einer anderen Welt gefühlt. Links und rechts waren die Ränder immerzu mit blühenden Seerosen, die man eigentlich am Rande jeden Sees hatte, übersät. Dann kamen Gräser und Farne, die am Boden wuchsen und zu guter Letzt Erlen und andere Bäume die hoch über einen hinaus ragten. Und zwischendurch hat man Enten und Blesshühner mit ihren Jungen gesehen. Auch eine Schwanenfamilie ist uns über den Weg geschwommen. Die Natur war einfach wunderschön! Am nächsten Tag ging es dann wieder zu unserem ursprünglichen Campingplatz zurück.

In Bezug auf das Thema indigene Völker und deren Lebensweisen gab es auch Vorträge, zum einen über Inuit, aber auch über Indiander sowie Kelten und Germanen. Diese Vorträge waren immer sehr interessant. Vor allem bei den Indianern gab es für mich einiges Neues zu lernen.

Wenn man an die Behausung von Indianern denkt, schießt einem normalerweise sofort das Bild eines Tipis in den Kopf. Zumindest war es bei mir so. Doch Tipis als Behausung waren eigentlich nur die Ausnahme, viele Indianervölker betrieben auch Ackerbau und lebten in festen Häusern.

Am letzten Tag gab es dann verschiedene Angebote. Zum einen gab es eine Kräuterwanderung und die gesammelten Kräuter haben wir anschließend direkt in einen Salat gemischt. Außerdem wurde Bogenschießen angeboten. Ich liebe Bogenschießen und bin immer dabei, wenn es irgendwo die Möglichkeit dazu gibt. Zunächst gingen die Pfeile noch an der Zielscheibe vorbei, doch schon nach den ersten paar Schüssen hatte ich den Dreh raus und habe fast das Zentrum der Zielscheibe getroffen!

Ich hatte wieder eine Menge Spaß in diesem Seminar und es ist richtig schade, dass es schon das fünfte Seminar und somit das Letzte war. Ich werde immer gerne an all die Seminare zurückdenken, an die Menschen die ich kennengelernt habe und an all die schönen Momente, die ich während dieser Zeit erlebt habe!

Bis in einer Woche! Dann gibt es wieder Neuigkeiten vom Landgut!

Eure FÖJlerin Anna Kluge

Weitere Beiträge

“Stürmische Zeiten” am LGKS

Nach Sturm Antonia gab es viel zu tun am LGKS. Klingt nach harter Arbeit – das war es auch. Und doch hat diese Aufgabe besonders viel Spaß gemacht, weil wir sie gemeinsam im Team umgesetzt haben.

Weiterlesen »