Beitrag vom 02.03.2017
in der Kategorie: Naturschutz

Artenschutz und Artenvielfalt: jeder kann etwas tun!

Am 03. März ist der Welttag des Artenschutzes. Wir befassen uns heute damit, was wir nachhaltig zum Erhalt von gefährdeten Arten beitragen können, wie wir in unseren Gärten neue Zuhause für Insekten und kleine Tiere wie Eidechsen schaffen und wie am LGKS seit vielen Jahren mit nachhaltiger und ökologischer Bewirtschaftung Lebensräume erhalten werden.
Artenschutz und Artenvielfalt: jeder kann etwas tun!
Auch die Blindschleiche fühlt sich in den Wiesen des LGKS Zuhause!

Der 3. März ist der offizielle Welttag des Artenschutzes. Global betrachtet drängen sich beim Gedanken daran zumeist Themen wie: das Schwinden der Regenwälder, die Verschmutzung der Meere oder das Aussterben der Tiger auf. Dabei findet Artenschutz auch direkt vor unserer Haustür, in unserem Garten und unserem täglichen Verhalten statt. Jeder kann in seinem ganz persönlichen Alltag etwas dazu beitragen.

So spielt unter anderem unser Einkaufsverhalten eine wichtige Rolle. Konsumiert man bevorzugt Produkte mit Zertifizierungssiegeln wie FSC und PEFC auf Holz- und Papierprodukten oder MSC bei Fischereiprodukten, so kann man davon ausgehen, Produkte aus nachhaltiger Forst- oder Fischereiwirtschaft zu bekommen. Der Kauf regionaler Lebensmittel vermeidet unnötig lange Transportwege und trägt so zum Klimaschutz bei. Denn nicht zuletzt wirkt sich auch der Klimawandel negativ auf den Erhalt der Artenvielfalt aus. Das eigene Auto so oft wie möglich stehen zu lassen und allgemein sparsam mit Energie umzugehen, sind weitere gute Möglichkeiten, die Umwelt zu schonen.

Eine sinnvolle Gestaltung des eigenen Gartens kann zahlreichen Tierarten Lebensraum bieten. In Totholz-, Stein- und Laubhaufen finden Eidechsen und kleinere Säugetiere wie Igel oder Mauswiesel Unterschlupf. In den Höhlen überalterter Obstbäume können verschiedene Fledermaus-, Vogel- und Insektenarten eine Heimat finden. Auch das Anbringen von Insektenhotels und Nisthilfen trägt zur Etablierung gefährdeter Tierarten bei.

Zur Sicherung der biologischen Vielfalt in der Region gibt es am Landgut Kemper & Schlomski (LGKS) seit vielen Jahren einen stetig wachsenden Biotopverbund von Streuobstwiesen, artenreichen Grünlandflächen und Teichlandschaften. Die nachhaltige und ökologische Bewirtschaftung trägt zum Erhalt der Lebensräume bei. Viele selten gewordene Tierarten, wie der unauffällig lebende Eremit, die Zauneidechse, der Rotmilan und die Teichralle sind hier zu finden.

Um unsere Erfahrungen zu teilen und den Gedanken an einen gelebten Naturschutz vor Ort weiterzutragen, bieten wir allen Interessierten die Möglichkeit, an verschiedenen Aktionen im Bereich Natur- und Artenschutz teilzunehmen und sich weiterzubilden. Informationen zu den aktuellen Terminen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.

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