Beitrag vom 29.06.2018
in der Kategorie: FÖJ-Blog

Man soll aufhören wenn es am schönsten ist…

25.06.-29.06.2018

Hallo Ihr Lieben!

Mehr oder weniger erholt von der Seminarwoche starteten Lia und ich wieder voll durch. (Manuela hat noch mit ihren Prüfungen zu kämpfen) Wie bereits erwähnt standen in dieser Woche große Ereignisse an. Da sich das Schuljahr so langsam dem Ende neigt und die Kiddies ihren wohlverdienten Sommerferien entgegen fiebern, gab es in dieser Woche gleich zweimal einen GTA -Abschluss.

Am Montag besuchten uns die Kinder vom GTA „Streuobstwiese“. Das große Ziel an diesem Tag war es, Lias Insektenhotel endgültig zu befüllen. Doch bevor dies geschehen konnte, musste noch so Einiges vorbereitet werden. Nachdem Lia und ich am Morgen die Stallarbeit beendet hatten, gingen die Vorbereitungen so richtig los. Da am Dienstag der Abschluss des GTA „Fjordpferd“ anstand und dafür der Longierzirkel schick schön aussehen musste, stand für uns Unkraut jäten auf dem Programm. Dies war zugegebenermaßen auch bitter nötig gewesen….Danach konnten wir nun auch endlich das Befüllen des Insektenhotels und das anschließende Grillen vorbereiten. Das bedeutete Tische und Bänke aufbauen, das bereits gesammelte Material heranschaffen und den Grill sauber machen. Letzeres war meine Aufgabe. Als die Kinder dann kamen, wurde fleißig drauflos befüllt. Holunderzweige wurden zurecht gesägt, Stroh, Moos und Zapfen fachgerecht in die dafür vorgesehenen Fächer gestopft und Lehm mit äußerster Sorgfalt zurechtgerückt. Eigentlich sollte ich an diesem Nachmittag mein Grill-Debüt geben, allerdings nahmen mich die Vorbereitungen des GTA Fjordpferd-Abschluss komplett in Anspruch, sodass die Streuobst- Jungs die Grillzange schwangen (Natürlich unter fachkundiger Aufsicht von Grillmeister Jakob). Später konnte ich mich dann von den Grillkünsten der Jungs überzeugen und muss sagen, dass ich es nicht hätte besser machen können.

FÖJ 2017/2018

Am Dienstag gingen wir baden; im Wechselbad der Gefühle. Von Freude über Anspannung, Nervosität und Trauer war alles dabei. Doch der Reihe nach. Am Dienstag stand nicht nur die Reitabzeichenprüfung der Fjorpferd-Kinder an, sondern auch der Aktionstag „Genial Sozial“. So erhielten Lia und ich tatkräftige Unterstützung von Saskia, Larissa und Anja. Und diese Unterstützung hat man gemerkt. So schnell waren wir noch nie mit dem Stall und dem Grünfutter fertig. Außerdem wurden noch Bänke um den Longierzirkel aufgestellt, das Sattelzeug für Lallinga geputzt und der Eingang des Longierzirkels vom restlichen Unkraut befreit. Die Mädels waren eine echte Hilfe. Ich hingegen kümmerte mich intensiv um die gute Lallinga. Unser Prüfungspferd sollte ebenfalls glitzern und glänzen. Und je näher die Prüfung rückte desto Nervöser wurde ich, obwohl ich eigentlich keinen Grund gehabt habe. Doch Ella, Laura, Florentine, Selina Und Madlen, den fünf Prüfungsmädels, konnte ich meine Anspannung natürlich nicht zeigen. Doch die Mädels gaben ihr bestes und meisterten die ihnen gestellten Aufgaben und Fragen beim Putzen, Satteln und Trensen großartig.

Auch auf dem Pferd machten alle fünf eine top Figur. Und natürlich bestanden die Mädels die Prüfung zu Reitabzeichen 10. Bei der Übergabe der Urkunden und der Pins haben sie sich natürlich riesig gefreut. Ich hingegen hatte ein bisschen mit den Tränen zu kämpfen. Einerseits habe ich mich natürlich auch gefreut und war super stolz auf „meine Schützlinge“, andererseits war ich auch traurig, da das auch das Ende für mich als „Betreuer“ des GTA „Fjordpferdes“ bedeutet und ich die Mädels erst mal nicht wiedersehen werde. Außerdem mussten wir an diesem Dienstag einen herben Verlust hinnehmen. Jakob ist von uns gegangen. Keine Sorge ihm geht es gut, er hat nur die Arbeitsstelle gewechselt und hatte an diesem Tag seinen vorerst letzten Arbeitstag auf dem Landgut. Dementsprechend geknickt war am Ende des Tages unsere Stimmung. Mit Jakob zu arbeiten hat Manuela, Lia und mir immer äußersten Spaß gemacht. Wir haben viel gelacht und dabei wirklich viel geschafft. Ob beim Baumscheiben erweitern, Holzspalten, Teichsäubern, Waldrandentasten oder beim Freischneiden des halben Landgut Geländes…Wir sind zu einem grandiosen, fast schon legendärem Team zusammen gewachsen.

Jakob, vielen Dank für die tolle Zeit! Dein Dahinscheiden hinterlässt ein großes Loch in unserem Eisfach.

Trotz geknickter Stimmung geht das Landgutleben weiter. (Jakob ist ja auch nicht aus der Welt) Mittwoch stand ein weiteres wichtiges Ereignis an. Der Schmied hatte seinen Besuch angekündigt. Bei einer solchen Anzahl von Pferden ist es kein Wunder, dass er öfter vorbeischauen muss. Lias und meine Aufgabe war es, Pferde-Tetris zu spielen, indem wir Pferde von A nach B brachten. Die Stuten mit Fohlen erhielten ihre Pediküre. Aber da die Fohlen die Arbeit ein wenig behindern würden, mussten diese in eine einzelne Box. Es ist gar nicht so einfach, ein Fohlen irgendwohin zu bewegen. Doch mit den richtigen Tricks und ein bisschen Bestechungskraulen konnten wir die Fohlen in die richtige Box verfrachten und die Mamas konnten ohne Stress zum Schmied.

Am Donnerstag ging es für uns in die Schule. Zum Glück nur zu Besuch. Sehr zu meiner Freude sind wir nochmal in die Grundschule nach Liebstadt gefahren, um auch den anderen Fjordpferd Kindern ein kleines Geschenk, bestehend aus einer Landgut Tasse und einer Urkunde, zu überreichen. So hatte ich doch nochmal Gelegenheit, alle wieder zusehen. Nach dem Trubel der vergangen Tage kehrte am Freitag wieder Normalität ein. Nach den Täglichen Pflichten wie Ausmisten und Grünfutter mähen, nutzten Lia und ich die Zeit, um die Fjordies so richtig hübsch zu machen. In den kommenden Tagen, wenn das Wetter so bleibt, soll es nämlich ein kleines Fotoshooting geben und da müssen alle natürlich besonders hübsch sein. Also bekamen die Stuten mit Fohlen und die Hengste einen neuen Haarschnitt und wurden einmal ordentlich übergeputzt. So kann Lia hoffentlich wieder schöne Fotos zaubern. Und so ging eine ereignisreiche Woche zu Ende. Aber ich denke die nächste Woche wird nicht weniger ereignisreich.

Eure FÖJlerin Madeline

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