Beitrag vom 10.11.2017
in der Kategorie: FÖJ-Blog

Wasser marsch!

06.11.-10.11.2017

Hallo liebe Freunde!

Die Woche begann für uns mit einer traurigen Nachricht. Wir haben den guten Valør als überaus freundliches und liebenswürdiges Pferd kennengelernt und obwohl wir ihn „nur“ 2 Monate kannten, ist er uns wirklich sehr ans Herz gewachsen. Dementsprechend groß war die Trauer über sein Ableben auch bei Lia, Manuela und mir. Wir vermissen ihn. Aber, wie man bereits in seinem wunderschönen Nachruf lesen konnte, lebt er in seinen nicht weniger freundlichen und liebenswürdigen Söhnen und Töchtern weiter.

FÖJ 2017/18

Dieser Gedanke hilft uns bei unserer Arbeit, denn diese muss auch in betrübten Zeiten weitergehen.

Und trotz gemischten Gefühlen hatten wir am Montag schon wieder ein bisschen Grund zu lachen. Denn fast hätten wir aus dem „kleinen“ Valentino und Valerio See-Fjordpferdchen gemacht. Aber alles der Reihe nach.

Der Montag startete für uns wie gewohnt. Erst brachten wir alle Pferde auf die Weide und dann wurde kräftig ausgemistet. Die Boxen der beiden Junghengste Valentino III und Valerio misten wir meist zum Schluss aus. Als dies dann auch erfolgreich erledigt war, musste nur noch frisches Wasser aufgefüllt werden. Gesagt, getan. Wasser marsch. Und da das Auffüllen immer ein Stück dauert, dachten wir uns, wir könnten in der Zwischenzeit bereits Dark Beauty und Ferdinand von der Weide holen und putzen. Und das Wasser lief und lief und lief. Nach einer guten Dreiviertelstunde bemerkte Manuela, dass wir womöglich etwas vergessen haben könnten. Panisch liefen Lia und Manuela zum Hengststall, um das Ausmaß der Katastrophe zu begutachten. Und tatsächlich stand der Hengststall ein bisschen unter Wasser. Als Lia die Sache nun Herr Vogel beichtete, wünschte dieser uns nur ein fröhliches Ausmisten und versicherte uns, dass wir nicht die ersten seien, denen das passiert ist. Trotzdem war die Sache sehr ärgerlich, da wir gerade alles frisch eingestreut hatten. Mit Schaufeln, Besen und Schubkarren bewaffnet konnten wir etwas Stroh retten und das Wasser bestmöglich aus dem Stall befördern, sodass Valerio und Valentino nicht schwimmen mussten und wieder eine schöne, kuschelig warme und vor allem trockene Box hatten.

FÖJ 2017/18

Am Dienstag verfolgten wir dann wieder unser aller Lieblingstätigkeit: Holz spalten und stapeln. Und wir waren wirklich produktiv, wir spalteten alles weg, was ging. Die Pferde wurden natürlich auch nicht vernachlässigt. Lia hat es sogar auf den Rücken des guten Ferdinands verschlagen. Ich finde, die beiden geben ein schönes Gespann ab und Lia ist sogar zu Höherem berufen, aber dazu mehr, wenn es soweit ist. Auch für Dante wurde es am Dienstag ernst. Er soll jetzt nämlich so richtig rittig gemacht werden. Er hat sich auch schon mit Lia angefreundet.

Der Mittwoch stand ganz im Zeichen der Pferde. Wir haben es tatsächlich geschafft, mit Ferdinand, Dark Beauty, Dante, Lalelu und Lavanda zu arbeiten. Ich hab mich natürlich sehr gefreut, wieder mit „meinen“ Ponys zu arbeiten. Aber auch Dark Beauty macht wirklich gute Fortschritte unter dem Sattel. Ich bin ganz begeistert von seiner reiterlichen Entwicklung, auch wenn er zurzeit meint, mich ärgern zu müssen. Aber ich gebe natürlich mein Bestes und lasse mich nicht ärgern, auch wenn das nicht immer einfach ist.

Ab Donnerstag waren Manuela und ich nur noch zu zweit, da Lia ihre Feiertage nachholte. Aber wir bewältigten die tägliche Stallarbeit natürlich mit Bravur. (Wie immer.) Allerdings müsste man meinen, wir hätten aus dem Vorfall vom Montag gelernt und würden jetzt besser auf das Wasser aufpassen. Naja, dieses Mal hat es zum Glück nur den Auslauf des Paddocks im Hof getroffen. Der Freitag lief dann genau so ab, wie der Donnerstag, nur dass wir zwischendurch noch ein paar Baumscheiben Mulchen konnten und den Sand vom Rand des Longierzirkels wieder in die Mitte geharkt haben. Obwohl die Woche von diesem traurigen Ereignis überschattet wurde, haben wir doch wieder jede Menge geschafft.

Nächste Woche heißt es wieder: Hurra, hurra Seminar! Natürlich werde ich wie immer live und in Farbe berichten, immerhin ist es das Seminar von meiner Gruppe und mir. Das kann ja was werden.

In diesem Sinne: Au revoir mes amis!

Eure FÖJlerin Madeline

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