Beitrag vom 20.04.2018
in der Kategorie: FÖJ-Blog

Unbezwinglich ist, wer warten kann

16.04.-20.04.2018

Hallo Ihr Lieben!

FÖJ 2017/18

Das Warten hat ein Ende! Es gibt endlich wieder einen druckfrischen Blogeintrag.

In der Woche meiner Abwesenheit ist allerhand passiert. Der Frühling hat endlich so richtig Einzug gehalten im Müglitztal. Die Fjordies haben plötzlich kein Winterfell mehr (ich hätte einige fast nicht wiedererkannt) die Bäume fangen an zu blühen und Wiesen und Felder sprießen was das Zeug hält. Auch der Nachwuchs ist im Anmarsch, nicht nur bei den Katzen und Vögeln. Auch bei den Fjordies stehen die ersten Geburten bevor. Mit ganz viel Glück könnten wir am Ende der Woche bereits ein kleines Laerke Fohlen auf dem Landgut begrüßen. Es wird bereits mit Spannung erwartet.

Aber der Reihe nach.

Meine Woche begann nicht wie üblich am Montag, sondern schon am Samstag mit der bereits angekündigten Wanderung. Gemeinsam mit Jakob und einer bunt gemischten Wandertruppe machten wir uns auf die Suche nach der Kirschblüte. Und der beste Ort um damit anzufangen ist sicherlich die berühmt berüchtigte Streuobstwiese. Doch leider sah es anfangs echt mau aus mit Kirschblüten. Trotz strahlendem Sonnenschein ließen die Kirschblüten auf sich warten. Macht aber nichts, denn Jakob hat wie immer keine Kosten und Mühen gescheut, um die Wanderung informativ, aktiv und witzig zu gestalten. (Vielleicht werde ich in diesem Leben doch noch zum begeisterten Wanderer.) Am Ende unserer Wanderung haben wir dann tatsächlich noch einen blühenden Kirschbaum gefunden. Es sah einfach traumhaft aus; die weißen Blüten und der blaue Himmel.

Sonntag war dann auch für mich Ruhetag, um dann Montag wieder frisch, fromm, froh und frei durchzustarten. Leider erst mal wieder alleine, denn Manuela genoss ein verlängertes Wochenende und Lia hatte diese Woche Urlaub. Aber im Baby-Modus sind wir trotz räumlicher Differenzen alle. Wir können es zugegebenermaßen kaum abwarten.

Leider war am Montag weder von einem Fohlen noch von der schönen Sonne des Wochenendes etwas zu sehen. (Da hat wohl wieder jemand nicht aufgegessen) Es regnete. Aber wenigstens war es schön warm. Richtiges Graswachswetter; das freut die Pferde. Neben den täglichen Stallarbeiten half ich beim Putzen und Versorgen der Pferde.

Am Dienstag hatte sich wieder der Schmied angekündigt. Und da Manuela nun auch wieder voll fit durchstarten kann, halfen wir nun endlich bei Sonnenschein dem Schmied bei seiner Arbeit. Und wie immer wenn der Schmied da ist, gibt es etwas Besonderes. Diesmal war es Kuchen aus dem Burkhardswalder Konsum; eine Delikatesse. Ja, Schmied müsste man sein….

Am Mittwoch war es ebenfalls sonnig und warm; fast schon T-Shirt Wetter. Doch von dem Fohlen noch keine Spur. Also mussten wir weiterhin warten. Nach dem Ausmisten kümmerte ich mich wieder um die Pferde (sie mussten „Fliegensicher“ gemacht werden), während Manuela die Boxen endgültig „Fohlensicher“ machte. Sie brachte zusätzliche Gitter an den Boxenwänden an, damit die Fohlen nicht ausversehen darunter hindurch rutschen.

Wie jeden Morgen kamen wir auch am Donnerstagmorgen voller Hoffnung in den Stall, doch leider konnten wir noch immer kein Baby-Laerke begrüßen. Mama Laerke lässt sich eben nicht hetzten. Und so hieß es für uns: weiter warten.

Jetzt konnten wir allerdings im T-Shirt arbeiten. Es wurde fast schon sommerlich- mit dramatischen Folgen für meine Haut. Denn trotz intensiven Sonnenschutzes bin ich anstatt braun – rot geworden. Keine Sorge, es handelte sich noch nicht um Sonnenbrand, aber von sommerlicher Bräune konnte auch nicht die Rede sein….

Am Nachmittag zeigten sich die verborgenen handwerklichen Talente von Manuela und mir. Wir hatten die Aufgabe erhalten, ein kaputtes Cavaletti zu reparieren (ein Cavaletti ist ein kleines Hindernis für die Pferde) Anfangs erst mal ratlos und verzweifelt, da Lia solche Aufgaben normalerweise löst, gelang es uns dann doch mit Akkuschrauber, Zange, Hammer und vielleicht auch unkonventionellen Methoden das Cavaletti zu reparieren .Es hat letztendlich echt Spaß gemacht und Manuela und ich sind wirklich stolz auf unserer Arbeit. Wir wachsen mit unseren Aufgaben. Danach hieß es für uns das Cavaletti und die dazugehörigen Stangen zu reinigen. Da kam eins meiner Lieblingsgeräte zum Einsatz. (Auch wenn ich das Aufräumen dieses Geräts so gar nicht mag) Der Wasserschlauch. Bei dem heißen Wetter eine willkommene Abkühlung für uns.

FÖJ 2017/18

Auch am Freitag gab es leider keine Frohe Kunde zu verzeichnen, so ging die Warterei weiter und der ganz normale Hofalltag seinen Gang. Und Freitag heißt: GTA Tag! Nach beinahe endlos langer Pause besuchte uns nun die 2. Gruppe des GTA Fjordpferd. Wie auch bereits letzte Woche (leider ohne meine Anwesenheit) hieß es für die Kinder reiten- mit einem richtigen Sattel. Gar nicht so einfach, besonders im Trab, aber die Kleinen schlagen sich gut. Da aber immer nur einer reiten kann, mussten Manuela, Jakob und ich uns um den Rest der ungeduldigen Meute kümmern. Während ich mit einem Teil der Kinder Aufhalftern, Anbinden und Putzen übte, bastelte Jakob mit dem anderen Teil „Bitte nicht füttern“-Schilder, die demnächst um die Koppeln herum angebracht werden sollen. Manuela ging förmlich in ihrer neuen Rolle als Paparazzi auf. Sie hielt alles bildlich fest- und sie könnte Lia fast schon Konkurrenz machen.

Und so geht eine ereignisreiche Woche zu Ende.

Jetzt ist es Sonntagnachmittag und ich schreibe gerade die letzten Zeilen dieses Blogeintrages. Jetzt haben wir die ganze Woche gewartet und auch am Wochenende wollte Laerkes Sprössling einfach nicht auf die Welt kommen. Das ist ziemlich schade wie wir finden, denn nächste Woche heißt es für uns schon wieder: Hurra, hurra Seminar! Dieses Mal im östlichsten Osten von Sachsen; in Großhennersdorf. Ich freue mich schon tierisch, denn in dieser Gegend bin ich noch nie gewesen. Außerdem ist das das Seminar, welches Lia und Manuela vorbereiten. Mal sehen was das wird. Es bleibt abzuwarten.

Bis dahin!

Eure FÖJlerin Madeline

Weitere Beiträge

“Stürmische Zeiten” am LGKS

Nach Sturm Antonia gab es viel zu tun am LGKS. Klingt nach harter Arbeit – das war es auch. Und doch hat diese Aufgabe besonders viel Spaß gemacht, weil wir sie gemeinsam im Team umgesetzt haben.

Weiterlesen »