Beitrag vom 06.10.2017
in der Kategorie: FÖJ-Blog

„Saubermachen gehört ins Reich der Notwendigkeit“ – Walter Ludin

2.10.- 6.10.2017

Hallo liebe Naturbuschen und Pferdemädchen!

Diese Woche war wohl bisher eine der entspannteren auf dem Landgut. Vielleicht lag es am Feiertag, vielleicht auch am schlechten Wetter. Wer weiß das schon. Auf jeden Fall haben wir diese Woche sehr viel geputzt.

FÖJ 2017/18

Am Montag hatte ich frei. Da der Tag der Deutschen Einheit ein Dienstag ist, haben Lia und ich unseren Feiertag vorgezogen beziehungsweise nach hinten geschoben, um eine verlängertes Wochenende zu haben. Da wir einen längeren Anreiseweg haben, lohnt sich das für uns eher, als mitten in der Woche frei zu haben. Manuela spart sich ihren Feiertag auf.

So waren wir am Feiertag glücklich vereint und zur Feier des Tages brachten wir den Stall zum Glänzen. Großreinemachen und Streichen war angesagt. Den Vormittag verbrachten wir damit, die Gitterstäbe der Boxen zu schrubben. Nachmittags strichen wir dann die hintere Boxenwand mit Kalkfarbe. Dies dient einerseits der Hygiene, da die Kalkfarbe durch ihre besonderen Eigenschaften desinfizierend wirkt, andererseits auch der Verschönerung. Nachdem wir unsere Arbeit erfolgreich erledigt hatten, war der Stall blitzblank – aber von uns konnte man das nicht behaupten…

Am Mittwoch nutzten die Männer das schöne Wetter, um im Wald Forstarbeiten zu verrichten. Wir wiederum betrieben Weidepflege. Weidedrähte mussten freigeschnitten werden, um im Winter vollkommen funktionstüchtig zu sein. Lia und Manuela schnitten wieder den vierten unteren Weidedraht frei und ich kämpfte mich mit Säge und Astschere durch den Urwald von Großröhrsdorf. Ganze Bäume habe ich gefällt. Okay, es waren nur kleine Bäumchen, aber die wuchsen zu nah am Zaun, sodass sie dessen Funktionalität beeinträchtigten.

FÖJ 2017/18

Lia, die mittlerweile ein Meister an der Motorsense ist, hatte die Wiese im Handumdrehen fertig und wies mich anschließend in die Geheimnisse des Freischneiders ein. Der Nachmittag wurde wieder nass. Diesmal reinigten Lia und ich den kleinen Naturschutzteich. Allerdings mussten wir an diesem Tag hungrig zu Bett gehen, da wir nicht mit Anglerglück gesegnet waren.

Am Donnerstag machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es regnete. Aber wir hatten trotzdem keine Langeweile. Im Gegenteil: unser Aufenthaltsraum hatte eine Grundreinigung mal wieder nötig. Deswegen sortierten, räumten, wischten und saugten wir wild drauf los und fanden so einige interessante Dinge. Als sich das Wetter am Nachmittag gebessert hatte, begannen Lia und ich am Rand des Longierzirkels das Unkraut zu bekämpfen, während Manuela die übrig gebliebenen Baumscheiben erweiterte.

Am Freitag hatte Lia frei und Manuela hatte Behördengänge zu erledigen. Deshalb bin ich an diesem Morgen allein zum Landgut gefahren. Nachdem ich die tägliche morgendliche Stallarbeit (2 Boxen ausmisten, da momentan alle anderen Pferde nachts noch auf der Weide sind) erledigt hatte, setzte ich meine Tätigkeit am Longierzirkel weiter fort. Als dieser dann vom Unkraut befreit war, schwang ich noch einmal die Pinsel und strich noch eine Box mit Kalkfarbe. Nach der Mittagspause trieben Herr Thömel und ich dann die große Fjordherde, bestehend aus 5 Stuten und ihren Fohlen, von der einen Weide auf die andere. Es ist ein wirklich beeindruckendes Bild, wenn sich die ganze Herde in Bewegung setzt und mit Vorfreude auf frisches Gras auf die neue Weide galoppiert. Aber es gibt einen Nachteil daran, dass die Fjordies jetzt auf einer anderen Weide stehen: Immer wenn mit Laleleu oder Lavanda gearbeitet werden soll, muss ich bis ans andere Ende des Landguts laufen. Naja, jeder Gang macht schlank.

In diesem Sinne bis nächste Woche!

Eure FÖJlerin Madeline

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