Beitrag vom 04.05.2018
in der Kategorie: FÖJ-Blog

Gras und Kreuzzug

30.04.-04.05.2018

Hallöchen an alle Grasliebhaber dort draußen!

FÖJ 2017/18

Obwohl die Mädels die ersten beiden Tage dieser Woche auf meine Anwesenheit verzichten mussten, haben sie doch allerhand geschafft (ich hatte auch nichts anderes erwartet…) So schnitten die beiden fleißig frei; denn es gibt mittlerweile wieder ordentlich viel zum Freischneiden. Das Gras spross wie wild in den letzten Woche.

Am Mittwoch war ich dann auch endlich wieder anwesend und muss sagen, dass mir die Tiere doch ganz schön gefehlt haben. In der Woche unserer Abwesenheit hat sich auch allerhand getan. Die Anzahl der Fjordpferde auf dem Hof blieb nach wie vor unverändert, allerdings ist es mittlerweile schon so warm, dass fast alle Pferde die Nacht über draußen bleiben können. Für uns bedeutet das: weniger Ausmisten- mehr Zeit für andere Dinge. So waren wir am Mittwoch in einer rekordverdächtigen Zeit mit dem Ausmisten fertig und konnten uns sofort dem Freischneiden des Naturschutzteiches widmen. Auch ich hatte dieses Mal die Ehre. Ich muss sagen, dass ich das bei weitem nicht so oft mache wie Lia und Manuela (das sollte sich im Laufe der Woche jedoch ändern). Aber nach einer kurzen Auffrischung der technischen Details durch Manuela konnte auch ich drauflos mähen. Im Nu hatten Lia und ich das Gras rund um den Teich kurz geschnitten, und Manuela „rechnete“ alles zusammen- ganz ohne Taschenrechner. Doch unsere Mähaktion wurde unterbrochen, von Jakob, der uns zu wöchentlichen Besprechung rief.

In unserer Besprechung ging es wieder um verschiedenen Dinge, einerseits um das GTA Fjordpferd; andererseits um unserer Nachfolgerschaft. (Es gibt schon Anfragen für Probearbeitstermine. Natürlich werden wir die Bewerber kritisch begutachten.) Doch der wichtigste Bestandteil war die Planung für Sonntag; da findet nämlich in Ulberndorf ein Markt statt, bei welchem das Landgut immer mit einem Stand vertreten ist. Dort werden beispielsweise von den Kindern Wildscheuchen gebastelt.

Nach unserer Besprechung fingen wir bereits an, alle nötigen Dinge für den Markt zusammen zu suchen und auf den Anhänger zu laden. Unteranderem werden die „Gerippe“ für die Wildscheuchen benötigt. Diese bestehen aus einfachen Holzkreuzen, an die mit Stroh gefüllte Klamotten gebunden werden. Also schnappten wir uns jeder ein Kreuz und begannen unseren Kreuzzug über das Landgut.

Ab Donnerstag war es dann vorbei mit unserer Heiligen FÖJ Dreifaltigkeit- Lia hat sich ein verlängertes Wochenende gegönnt. Aber da ich ja jetzt auch wieder mit dem Freischneider umgehen kann, stellte dies für uns kein Problem dar. Nach der Stallarbeit widmeten wir uns wieder dem Gras. Diesmal schnitten wir den Straßenrand der Auffahrt zum Landgut frei. Außerdem brachten wir Straßen wieder auf Vordermann, denn zwischen Bordstein und Straße hat sich das Graß seinen Weg nach oben gesucht und wucherte da so vor sich hin. Leider sah dies sehr unschön aus, weshalb Manuela und ich mit Spaten und Schubkarre anrückten, um dem Gras den Kampf anzusagen. Nachdem wir damit fertig waren, musste die Straße nur noch schick schön gekehrt werden. Und was soll ich sagen- wie immer kann sich das Ergebnis sehen lassen.

Der Freitag begann ähnlich wie der Donnerstag endete. Ein weiteres Stück Wiese musste gemäht werden. Also nix wie an die Freischneider, denn die Zeit drängte. Freitag ist nämlich GTA Tag. Und bevor die Kinder kommen, musste alles schick schön gemäht werden. Als die Kinder dann am Nachmittag wieder voller Begeisterung auf den Hof kamen, hatten Manuela und ich alles geschafft und bekamen von Kevin dafür allergrößte Bewunderung. Aber natürlich waren die Kinder nicht gekommen um unser Werk zu bewundern, sondern um wieder allerhand über und mit den Fjordpferden zu lernen. Dieses Mal stand neben Reiten und Putzen auch Führen auf dem Plan. Es wird. Die Kinder haben schon viel dazu gelernt und sind insgesamt im Umgang mit dem Pferd selbstbewusster geworden. Eine Gute Zwischenbilanz, wie ich finde.

Meine Woche war am Freitag noch nicht zu Ende, denn ich hatte an diesem Wochenende Stalldienst. Allerdings schliefen wir Freitagabend so gut, dass wir eine entscheidende Nachricht von Frau Kemper gar nicht mehr mitbekamen….

FÖJ 2017/18

Als ich am Samstagmorgen um halb sieben auf meine Mobiltelefon sah und die Nachricht mit „Fohlenalarm!“ las, gab es kein Halten mehr. Mit Mopsgeschwindigkeit eilte ich zum Hof. Als ich vorsichtig die Stalltür öffnete blickte mich nicht nur Laerke ziemlich verschlafen an, sondern auch ein kleines flauschiges Fjordfohlen. Ich war natürlich hellauf begeistert. Endlich war es da. Ziemlich schüchtern und noch etwas wackelig auf den Beinen aber putzmunter und kerngesund beäugte mich die kleine Stute kritisch. („Ein komisches Wesen, so ein FÖJler“, hat sie sicherlich gedacht.) Und nachdem wir uns gegenseitig ein bisschen beobachtet hatten wurde die Kleine mutiger und lies sich sogar streicheln. Mein persönliches Highlight der Woche. Mama Laerke hat natürlich immer ein waches Auge auf die Kleine und kümmert sich bestens. Jetzt beginnt das Warten erneut. Hoffentlich bekommt sie bald einen Spielgefährten.

Am Sonntag stand dann der Markt in Ulberndorf an. Unterstützt wurden Jakob, Manuela und ich von Sophie (von Anna und Sophie; ihr wisst schon) Der Tag begann mit Zelt aufbauen. Aber auch das stellte keine Hürde da. Nachdem dies erledigt war, wurde das Zelt geschmückt und allerhand Infomaterial rund um das Landgut, das FÖJ und die Fledermaus ausgelegt und die ersten Kinder konnten kommen. Neben dem Basteln von Fledermaus Buttons und verschiedenen Fledermausspielen konnten die Kinder sich beim Bau der Wildscheuchen austoben. (Das hat nicht nur den Kindern großen Spaß gemacht…) Entstanden sind fünf wunderschöne Scheuchen mit den Namen Jakob, Alfons, Opa Richard, Gertrude, und Elisabeth. Ich würde sagen; ein voller Erfolg.

So Kinder. Leider wird es die nächsten beiden Wochen keinen regulären Blogeintrag meinerseits geben. Ich habe nämlich Urlaub. Aber Ihr müsst nicht auf eine Berichterstattung verzichten, denn die Mädels haben sich bereit erklärt, die Woche auf Bildern fest zu halten. Lia hat da ja etwas Erfahrung. Quasi ein Foto-Blog.

Also bis dahin!

Eure FÖJlerin Madeline

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