Beitrag vom 24.11.2017
in der Kategorie: FÖJ-Blog

Das letzte Fjordpferd

20.11.-24.11.2017

Hallo an alle Pferdemädchen und Naturburschen dort draußen!

Frisch vom Seminar wiedergekehrt, traten wir nun wieder eine neue Woche auf dem Landgut an- zumindest 2/3 von uns, da Manuela die Woche nach dem Seminar gleich für einen kleinen Urlaub nutzte.

FÖJ 2017/18

Montagmorgen dachten wir, wir könnten unseren Augen nicht trauen: es schneite. Dicke, weiße Flocken. Mit einer Mischung aus Vorfreude und leichtem Entsetzten über dieses Wetterphänomen setzten wir unsere Arbeit wie gewohnt fort. Das Ausmisten am Vormittag ist schon zur Routine geworden. Diese wurde allerdings schnell durchbrochen. Für den Nachmittag hatte sich nämlich Besuch angekündigt. Die Kinder vom GTA Streuobstwiese besuchten uns am Montagnachmittag auf dem Landgut. Unter der professionellen Anleitung von Forstwissenschaftler Jakob haben sie den Spaten geschwungen und neue Obstbäumchen eingepflanzt. Leider hat das Wetter nicht so wirklich mitgespielt, doch die Kiddies haben tapfer durchgehalten. Als kleine Entschädigung gab es hinterher noch warmen Tee und von Jakob (selbst!!!) gebackenen Kuchen. (Da Lia und ich leider kein Stück abbekommen haben, fordern wir Jakob hiermit auf, nochmals einen Kuchen zu backen!)

Der Dienstag verlief dann wieder etwas unspektakulärerer. Neben unseren täglichen Pflichten vernachlässigten wir natürlich nicht die Arbeit mit Ferdinand und Dark Beauty. Herr Vogel hat während unseres Seminars ordentlich mit Dark Beauty gearbeitet, sodass er jetzt auch im Galopp unter dem Reiter eine traumhafte Figur macht. Am Mittwoch hatten wir (schon wieder) einen Feiertag. Und zur Feier des Tages, arbeiteten wir nur den halben Tag, sodass die wichtigsten Dinge erledigt wurden. Konkret bedeutete das: Ausmisten und Ferdinand und Dark Beauty bewegen. Und da das Wetter am Mittwoch schon beinahe sommerliche Ausmaße annahm, wurde Lia prompt aufs Pferd gesetzt. Ich finde, sie und Ferdinand bilden ein gutes Team. Auch in den folgenden zwei Tagen hatte sie die Ehre, mit dem guten Ferdinand zu arbeiten.

FÖJ 2017/18

Zum Donnerstag gibt es eigentlich nicht wirklich viel zu berichten. Die richtig spannenden Dinge sind dann erst am Freitag passiert. Der Tag beginnt für uns immer zuerst mit dem Rausbringen der Pferde auf die Weide. Die große Fjordherde steht zurzeit auf dem „Hirschberg“, der hintersten Koppel des Landguts und um dort hin zugelangen wird die ganze Herde über einen eingezäunten Weg getrieben. Dabei muss einer von uns voraus laufen und den Zaun der Koppel öffnen, und der andere treibt die Pferde zur Weide. An diesem Morgen lief Lia voraus und ich sollte die „Mädels“ nach hinten begleiten. Gesagt, getan. Ich begleitete die Fjordies aus ihrem Stall und trieb die Herde bis zu Hirschberg. Allerding hatte ich nicht noch einmal durchgezählt, ob auch alle Pferde da sind. Ihr könnt euch sicherlich denken, worauf das jetzt hinausläuft. Als Lia den Weidezaun gerade geschlossen hatte, hörte ich von ihr nur ein erschrockenes „Fjordie!!!“ und sah dann ein einsames Fjordpferd auf dem Triebweg umherirren. Doch plötzlich setzte die Stute zum Galopp an und in nahezu Überschallgeschwindigkeit raste sie an mir vorbei. Lia hatte es gerade noch so geschafft, den Zaun wieder zu öffnen und die Stute sicher auf die Koppel zu geleiten. Sie war so schnell, dass wir nicht einmal sehen konnten, wen ich da eigentlich im Stall vergessen hatte. Ich denke, es war Lalinga, aber Lia meint, es könnte auch Lavanda gewesen sein. Wir werden es wohl nie erfahren, aber auf dem Rückweg zu Stall ist uns glücklicherweise kein weiteres Fjordie entgegen gekommen.

Im weiteren Verlauf des Vormittags ist Lia wieder Ferdinand geritten und ich habe meine fotografischen Fähigkeiten gezeigt. Und ich muss sagen, es sind recht passable Bilder entstanden. Allerding war der arme Ferdinand von meinen Paparazzi-Tätigkeiten ein wenig abgelenkt und so suchte ich mir neue Models, die ich in Szene setzen konnte. (Das hat zugegebener Maßen nur so halb gut funktioniert, aber ein, zwei Schnappschüsse sind mir doch gelungen).

Ich bin schon sehr gespannt auf nächste Woche, da wir da dann verstärkt unsere Nikolausaktion in der Grundschule in Liebstadt vorbereiten werden. Das könnte sehr amüsant werden.

Bis dahin!

Eure FÖJlerin Madeline

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