Der gemeinsame Tag bot Gelegenheit, das Landgut mit seinen vielfältigen Wirkungsorten kennenzulernen und genau die Lernorte zu erleben, an denen die Uganda-Sachsen-Partnerschaft bei ihren Besuchen bei uns immer wieder ganz konkret und lebendig wird.
Auf Hof-Tour durch die Lern- und Naturräume des Landgutes
Nach einer Begrüßungs- und Kennenlernrunde in unserer geschmückten Scheune startete die Gruppe gemeinsam mit Anna-Karina Kemper zur Hof-Tour. Entlang der Koppeln erfuhren unsere Gäste mehr über die Geschichte des Landgutes, die heutige Bewirtschaftung unserer Flächen und die Verbindung von Landwirtschaft, Naturschutz und Bildungsarbeit.
Weiter ging es entlang des Waldsaumes in unseren Bienenwald. Hier zeigten wir, wie ein vielfältiger, klimaresilienter „Wald der Zukunft“ aussehen kann und welche Bedeutung strukturreiche Lebensräume für Insekten, Pflanzen und andere Tierarten besitzen.
Natürlich durfte auch ein Besuch bei unseren Fjordpferden nicht fehlen. Auf den Koppeln kamen die Gäste den Pferden mit ein paar Möhrchen ganz nah und lernten dabei einen weiteren wichtigen Bestandteil unseres Landgutes kennen.









Wiedersehen mit den gemeinsam gepflanzten Apfelbäumen
Eine weitere Station führte an unseren Naturteich. Dort lernten die Gäste den Lebensraum Wasser näher kennen und erfuhren, wie der Teich vor rund 20 Jahren entstanden ist und sich seitdem zu einem wertvollen Biotop entwickelt hat.
Für unsere ugandischen Gäste gab es gleich nebenan einen ganz besonderen Wiedererkennungsmoment: Auf den Streuobstflächen entdeckten sie die Apfelbäume, die im September 2025 gemeinsam mit einer ugandisch-deutschen Delegation gepflanzt worden waren.
Die Freude war groß zu sehen, wie gut die jungen Bäume inzwischen angewachsen sind und sich entwickelt haben. Damit wurde an diesem Tag besonders sichtbar, was internationale Partnerschaft auch bedeuten kann: gemeinsam etwas anzustoßen, Verantwortung zu übernehmen und bei einem späteren Besuch zu erleben, wie daraus etwas wächst. All diese Orte, Naturteich, Streuobstwiese, Wald, Koppeln und weitere Naturräume, sind zugleich Lernorte, die auch unsere internationalen Austauschgruppen bei ihren Aufenthalten am Landgut kennenlernen und aktiv mitgestalten.






Gemeinsam anpacken auf der Streuobstwiese
Nach so vielen Eindrücken war zunächst eine Stärkung angesagt. Zum Mittag gab es Kartoffelsuppe sowie hausgemachten Pflaumenkuchen und Pflaumenmusbrote, natürlich mit Früchten aus eigener Ernte. Anschließend wurde aus Zuschauen und Kennenlernen aktives Mitmachen.
Gemeinsam ging es auf unsere Streuobstwiesen, wo verschiedene Pflegearbeiten anstanden. Rindenmulch und Gießringe wurden nachgepflegt, Dreiböcke kontrolliert und neu befestigt und die jungen Gehölze für ihre weitere Entwicklung vorbereitet. Damit erlebte das Team ganz praktisch, dass der Erhalt unserer Kulturlandschaft kontinuierliche Arbeit braucht und dass viele Hände gemeinsam viel bewirken können.
40 Quadratmeter Lebensraum ermöglicht
Mit seinem Teamtag hat das Entwicklungspolitische Netzwerk Sachsen zugleich 40 Quadratmeter Lebensraum am Landgut Kemper & Schlomski gesponsert. Damit unterstützt das Team ganz konkret den Erhalt und die Weiterentwicklung unserer Natur- und Lernräume und trägt dazu bei, wertvolle Lebensräume für Tiere und Pflanzen dauerhaft zu sichern.
Der Geschmack der Streuobstwiesen
Zum Abschluss des Teamtages konnten unsere Gäste die Streuobstwiese noch von einer ganz anderen Seite kennenlernen. Bei einer kleinen Verkostung unserer Brände wurde erlebbar, wie sich Naturschutz, der Erhalt alter Obstsorten, regionale Wertschöpfung und die Verarbeitung der Früchte miteinander verbinden lassen.
Wir freuen uns sehr, dass das Team des Entwicklungspolitischen Netzwerkes Sachsen und die Projektkoordinatoren der Uganda-Sachsen-Partnerschaft unser Landgut an diesem Tag so intensiv kennenlernen konnten.
Denn viele der Orte, die wir gemeinsam besucht haben, sind genau die Orte, an denen unsere Zusammenarbeit mit Uganda Gestalt annimmt: wenn Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Natur erleben, Wissen teilen, gemeinsam anpacken und etwas hinterlassen, das weiterwächst.
Vielen Dank für den Besuch, den offenen Austausch und das gemeinsame Wirken am Landgut Kemper & Schlomski!
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