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Beitrag vom 02.02.2023
in der Kategorie: Naturschutz

Welttag der Feuchtgebiete

Wusstet ihr, dass heute der Welttag der Feuchtgebiete ist?
Einer der Naturschutzteiche am Landgut.

Feuchtgebiete sind sehr wertvolle Lebensräume. Sie beherbergen nicht nur Pflanzen und Tiere des Wassers, sondern an ihren Rändern auch diejenigen des Landes und solche, die in beiden Lebensräumen zu Hause sind. Manche Feuchtgebiete beherbergen besonders viele seltene Arten. So soll der heutige Tag, welcher jährlich seit 1997 stattfindet, an die Ramsar-Konvention erinnern. Der heutige Gedenktag hat das Ziel, die öffentliche Wahrnehmung des Wertes und der Vorzüge von Feuchtgebieten zu verbessern. Bei Feuchtgebieten spricht man von Flüssen, Seen, Mangroven- und Wattenmeeren sowie von Sümpfen und Mooren. Leider sind Feuchtgebiete heutzutage immer stärker durch den Menschen bedroht, denn diese werden trockengelegt, damit sie als Ackerflächen nutzbar werden. Dabei sind diese für unser Leben essenziell, denn Feuchtgebiete speichern ein Fünftel des weltweiten Kohlenstoffes! Gleichzeitig wird durch die Trockenlegung der Lebensraum von zahlreichen 

Tier- und Pflanzenarten vernichtet. 

Wir machen der Natur ein Angebot und haben am Landgut Feuchtbiotope im Offenland und im Wald wiederhergestellt und angelegt.

Unzählige kleine und große, tierische Bewohner profitieren davon. Mit Becherlupe und Beobachtungsglas gehen wir mit Kindern auf „Wasser“-Exkursion.

Welche gefährdeten Tierarten könnt ihr bei uns antreffen?

An den Naturschutzteichen unseres Landguts könnt ihr der geschützten Art des Kiebitzes begegnen, denn ab Ende Februar kehrt der Vogel aus seinem Winterquartier in Südwesteuropa und Nordafrika zurück. Für uns ein besonderer Anlass zur Freude, denn dies zeigt uns, dass unsere Projekte dem Kiebitz eine sichere Lebensgrundlage bieten! Haltet an den Feuchtbiotopen und am Landgut-Himmel Ausschau, um den taubengroßen Vogel zu sehen! An den Ufern der Naturschutzteiche gesellt sich neben dem Kiebitz auch die geschützte Teichralle und der Rotmilan.

Habt ihr gewusst, dass mehr als die Hälfte der Weltpopulation des Rotmilans allein bei uns in Deutschland brütet? 

Aber nicht nur Vögel profitieren von den Feuchtgebieten, sondern auch die Fledermäuse des Müglitztals. So fressen unsere heimischen Fledermäuse ausschließlich Insekten wie Motten, Falter oder Käfer. Wusstet ihr, dass Fledermäuse in nur einer einzigen Nacht bis zu 1.000 Insekten verspeisen können? Wahnsinn! Genau hier kommen die Feuchtgebiete zum Tragen, denn wo es Wasser gibt, dort tummeln sich auch Mücken, Wasserläufer, Nachtfalter oder Schnaken. Ideale Bedingungen, um einen Fledermausmagen zu füllen! Bei uns im Müglitztal konnten wir bisher die Fledermausarten Großes Mausohr, Zwergfledermaus und die Kleine Hufeisennase sichten. Wenn ihr noch mehr über die Fledermäuse im Müglitztal wissen möchtet, dann schaut doch am besten hier vorbei!

Für Bildungseinrichtungen: Habt ihr auch Lust auf eine tierische Entdeckertour an den Ufern unserer Feuchtbiotope? Dann meldet euch!

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