Beitrag vom 15.04.2015
in der Kategorie: Naturschutz

Streuobstpflege am LGKS

Bei schönstem Frühlingswetter ist es wieder an der Zeit die Obstbäume am LGKS in Form zu schneiden, damit diese mehr Früchte als Holz tragen. Dabei bekamen wir tatkräftige Unterstützung von Herrn Albani!
Streuobstpflege am LGKS
Vorher und Nacher. Wir freuen uns schon sehr auf die Früchte unseres Obstbaumes!

Bevor die Natur erwacht und die Bäume beginnen ihre Knospen zu öffnen, war es höchste Zeit den Obstbäumen am Landgut Kemper & Schlomski einen passenden Erziehungsschnitt zu geben. Dieser ist nötig, damit die Bäume Früchte statt Holzmasse bilden. Anders als bei Waldbäumen ist dazu ein regelmäßiger Eingriff in das Wuchsverhalten notwendig. Wird ein Obstbaum korrekt verschnitten, ist nach etwa fünf Jahren die erste Ernte zu erwarten.

Bei schönsten Frühlingswetter bekamen wir professionelle Unterstützung durch Herrn Albani, der über 100 der LGKS Obstbäume in Form schnitt. Vor allem die dicht gewachsenen Pflaumenbäume benötigten Aufmerksamkeit. Bilden Obstgehölze zu viele vertikale (vegetative) Triebe, beschatten diese die fruchttragenden Äste und schmälern die Ernte oder verhindern diese sogar. Nur an den horizontal wachsenden Ästen mit Kurztrieben und rundlichen Knospen trägt der Obstbaum Früchte, welche zum Reifen reichlich Licht benötigen. Eine gut „durchlüftete“ Krone hält keine Feuchtigkeit und bildet damit ein ungünstiges Klima für Pilze.

Nicht in jedem Fall entwickelten sich die Bäume im letzten Jahr wie geplant. Ein rigoroser Rückschnitt kann helfen, um den Baum zur Bildung neuer Zweige anzuregen, aus denen dann die gewünschten fruchttragenden Äste entwickelt werden. Jeder Baum ist vor dem Schnitt individuell zu betrachten und das Vorausdenken über längere Zeiträume ist für jeden Baumpfleger eine Herausforderung.

Neben dem Rückschnitt wurden aus den alten Apfelbäumen Misteln entfernt. Der Schmarotzer schädigt junge vitale Bäume erst, wenn er in größeren Mengen auftritt, Bäume in der Alterungsphase haben jedoch Schwierigkeiten ihre Lebensvorgänge aufrecht zu halten. Sie bilden nur noch wenige Triebe und auch die Fruchtproduktion lässt langsam nach. Misteln als Wasser- und Lichtkonkurrent bedeuten eine zusätzliche Belastung, die durch entsprechende Pflege vermieden werden kann. Besonders alte Bäume mit ihren Höhlen und der blättrigen Borke sind Lebensräume, die es zu erhalten gilt.

Zu viert ging die Arbeit an diesem Tag leichter von der Hand. Sowohl Bärbel Kemper und Tochter Anna-Karina, als auch FÖJlerin Sophie packten tatkräftig mit an. Bald verwandeln sich die Obstwiesen in ein Blütenmeer und vielleicht trägt der ein oder andere junge Baum in diesem Sommer bereits Früchte.

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