Beitrag vom 07.05.2014
in der Kategorie: Naturschutz

Frühjahrs-Exkursion zum Thema „Naturschutz“ im Schulwald

Zauneidechse in einem Totholzhaufen
Auch die Zauneidechse findet am LGKS in Totholzhaufen immer ein Zuhause!

Endlich ist der Frühling da und das bedeutet am 20. Mai 2014 für die 14 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 im Neigungskurs „Schulwald“ den Start zur großen Frühjahrs-Exkursion unter der Leitung von Bärbel Kemper (Initiatorin des Schulwaldprojektes) in den ca. 4,5 ha großen Schulwald in Niederschlottwitz.

Der Schulwald befindet sich im FFH-Gebiet 043E Müglitztal und bietet somit Raum für vielerlei praktische Tätigkeiten im Rahmen des Naturschutzes. Entlang des Doktorgrabens befindet sich einer der 3 im Schulwald befindlichen Lebensraumtypen (LRT): der Schlucht- und Hangmischwald (LRT 9180). In ihm sollen einige Flächen unter fachkundiger Anleitung von Herrn Karl-Heinz Rehn, Forstwirt a. D. und Naturschutzexperte, auf ihre Vegetation hin untersucht werden. Die Schüler werden unter anderem Pflanzen für ein Herbarium sammeln und bestimmen. Dazu wurde bereits im Vorfeld der Exkursion im Unterricht von den Schülern eine große Pflanzenpresse gebaut. Ein Herbarium, das auch nachfolgenden Klassen als Anschauungsmaterial dienen kann, ist das erklärte Ziel und wird in den nachfolgenden Unterrichtsstunden fertiggestellt werden.

Die Schüler lernen zudem, wie praktischer Naturschutz aussehen kann und welchen Beitrag die Besucherlenkung beim Thema im Naturschutz leistet. Sind die Wege frei, gut benutzbar und eventuell auch markiert, müssen die Waldbesucher sich keine Trampelpfade neben den eigentlichen Wegen suchen und zerstören somit keine (möglicherweise seltenen) Pflanzen oder Lebensräume von Tieren. Zu diesem Zweck legen die Schüler einen Weg innerhalb des Schulwaldes frei, der über die letzten Jahre hauptsächlich mit Birkennaturverjüngung (Betula spec.), Himbeeren (Rubus idaeus) und Brombeeren (Rubus fructicosus) zugewachsen ist. Entlang des Weges gibt es außerdem noch die Möglichkeit, mit dem Bau von Trockensteinmauern und Totholzhaufen Lebensräume für Eidechsen, Insekten und Vögel zu schaffen und somit die Biodiversität zu fördern.

 

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