Die Ponyclub-Kids lieben die beiden Übungen „Kuh“ und „Katze“, weil sie perfekte Einstiegsübungen sind und einfach Spaß machen. Und wir lieben sie, weil sie genau das fördern, was wir uns im Sattel wünschen: Beweglichkeit, Balance und Losgelassenheit.
Warum wir im Ponyclub auch Yoga machen?
Mit kleinen, spielerischen Übungen helfen wir ihnen:
- Ihren Körper besser wahrzunehmen
- Bewegungen bewusst zu steuern
- Locker und gleichzeitig stabil zu sitzen
- Mit dem Pferd „mitzugehen“, statt dagegen zu arbeiten
Und das Schöne: Was bei den Kids funktioniert, wirkt bei den Erwachsenen mindestens genauso gut.
Bevor wir uns die einzelnen Übungen genauer anschauen, lohnt sich ein Blick darauf, warum „Kuh“ und „Katze“ immer zusammengehören. Die beiden Bewegungen sind Gegenspieler: In der „Kuh“ öffnest Du Dich, findest Länge und eine weiche, aufrechte Haltung und wechselst dann in die „Katze“, in der Du einen runden Rücken machst und Spannung loslässt. So entsteht eine fließende Bewegung, die Deine Wirbelsäule mobilisiert und Dich optimal auf das Reiten vorbereitet.
„Kuh & Katze“ im fließenden Wechsel
1. Start – neutral
Komm in den Vierfüßlerstand. Hände unter den Schultern, Knie unter der Hüfte. Dein Rücken ist gerade, Dein Blick geht leicht nach vorne.
2. Einatmen: „Kuh“
Lass Deinen Bauch sanft Richtung Boden sinken. Öffne den Brustraum und ziehe Dein Brustbein nach vorne. Dein Blick geht nach vorne oder leicht nach oben.
3. Ausatmen: „Katze“
Mach Deinen Rücken rund, zieh den Bauchnabel nach innen und schieb die Schultern nach oben. Wichtig: Zieh Dein Kinn deutlich zur Brust und schaue Richtung Knie.
4. Zurück zur Mitte
Finde wieder in die neutrale Ausgangsposition zurück und fließe direkt in die nächste Runde.
Warum diese Übung für Reiter so wertvoll ist:
Gerade im Reiten ist ein beweglicher, mitschwingender Körper entscheidend. Durch den fließenden Wechsel zwischen „Kuh“ und „Katze“ wird Deine Wirbelsäule mobilisiert und vor allem:
- Deine Hüfte wird elastischer, sodass Du besser im Sattel mitschwingen kannst
- Dein unterer Rücken wird sanft gestärkt, was Dir mehr Stabilität und Balance gibt
Das Ergebnis: Du sitzt ruhiger, kannst feiner einwirken und unterstützt Dein Pferd.
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen: Im Sattel und darüber hinaus…
Ob morgens im Wohnzimmer, kurz vor dem Reitunterricht oder abends zur Entspannung: Ein paar Wiederholungen von „Kuh“ und „Katze“ reichen oft schon, um den eigenen Körper neu auszurichten. Wechsle einige Male ruhig zwischen den Bewegungen hin und her. Mit jeder Wiederholung wirst Du spüren, wie Dein Rücken geschmeidiger wird und Dein Körper bewusster arbeitet. Probiere es aus!
Kleine Tipps für Deine Yoga-Praxis
Damit sich die Bewegung wirklich gut anfühlt und Du den vollen Effekt spürst, helfen Dir diese kleinen Hinweise:
- Wenn es sich für Dich stimmig anfühlt, schließe ruhig die Augen.
So findest Du leichter in einen natürlichen Rhythmus und kannst Dich ganz auf die Bewegung Deines Körpers konzentrieren. - Achte gut auf Deine Knie.
Wenn sie empfindlich sind, lege Dir einfach eine gefaltete Decke darunter, so wird die Übung deutlich angenehmer. Bei der „Kuh“ gilt: Weniger ist mehr.
Du musst nicht nach oben schauen. Es reicht völlig, wenn Du mit langem Nacken nach vorne blickst.
So vermeidest Du unnötige Spannung im Nacken und bleibst weich in der Bewegung.
Noch mehr Reiterfitness am Landgut
Wer jetzt Lust bekommen hat, Körper und Sitz noch bewusster wahrzunehmen, darf sich freuen: Solche kleinen Übungen sind bei uns kein „Extra“, sondern ganz selbstverständlich Teil unserer gemeinsamen Zeit am Pferd. Im Ponyclub entdecken unsere jüngsten Reiter spielerisch, wie sich Bewegung, Balance und Gefühl verbinden, immer mit einem Lächeln und ganz ohne Druck.
Und auch bei unseren „FjordFreunden 50+“ nehmen wir uns bewusst Zeit für Reiterfitness und sanfte Übungen, die gut tun, Beweglichkeit fördern und das Reiten leichter machen.
Ganz egal, ob Klein oder Groß: Am Ende geht es immer um das gleiche Gefühl, sich selbst besser zu spüren und damit auch dem Pferd ein noch feinerer Partner zu sein!


