Natur-Olympiade 2026

Entdecken. Verstehen. Zusammenhänge sehen.

Über 130 Schüler des Gymnasiums Dresden-Tolkewitz erleben am 12. und 13. Mai die Natur-Olympiade auf dem Landgut Kemper & Schlomski in Liebstadt. Auf rund 2,4 Kilometer gehen sie selbständig durch Bienenwald, Streuobstwiese, Waldsaum und Naturteich. Auf die neugierigen Gymnasiasten warten: zehn Stationen, jede Menge Fragen und noch mehr Antworten. 2026 ist dabei ein besonderes Jahr. Zum ersten Mal nimmt mit den Fünftklässlern des Gymnasium Dresden-Tolkewitz eine weiterführende Schule teil. In diesem Jahr stehen zudem die Verbindungen zwischen den Stationen bewusst im Mittelpunkt. Denn Natur funktioniert nicht in Einzelteilen, sie ist ein komplexes System. Und genau das erleben die Kinder hier hautnah.

Grußwort von Landtagspräsident Alexander Dierks

Alexander Dierks, Präsident des Sächsischen Landtags, besucht das Landgut Kemper & Schlomski im Vorfeld der Natur-Olympiade 2026 persönlich. Er informiert sich eingehend über das Konzept des Bildungsangebotes und spricht direkt mit dem Team dahinter. 

Ein kleiner Einblick:

Rennen, hüpfen, lauschen, anfassen, sägen, pflanzen, dreckig machen, lachen, untersuchen, ausprobieren: bei der Natur‑Olympiade waren die Kinder mit voller Energie dabei. An den vielfältigen interaktiven Stationen konnten sie sich austoben, Neues entdecken, Grenzen testen und ganz nebenbei nachhaltig lernen.

Gemeinschaft in zwei Lebensräumen

An der Station „Nektargold“ tauchen die Kinder in das Leben eines Bienenvolks ein. Wer ist die Königin, was macht eine Arbeiterin, wie funktioniert der Stock als Gemeinschaft? Mit echten Waben und einem Wissensspiel wird schnell klar: Ein Bienenvolk ist eine hochorganisierte Gemeinschaft, in der jede Biene ihre eigene Aufgabe hat. Wenig später, am Ameisenhügel der Station „Das große Krabbeln“, begegnen die Kinder einem ähnlichen Prinzip. Auch hier regiert eine Königin, auch hier hat jede Ameise ihren Beruf – von der Nestbauerin bis zur Blattlausmelkerin. Natur erfindet erfolgreiche Konzepte mehrfach: Gemeinschaft, Arbeitsteilung, Verantwortung. Bienen und Ameisen haben diese Prinzipien unabhängig voneinander entwickelt, in völlig unterschiedlichen Lebensräumen. Für die Kinder heißt das: Was sie beim Imker verstehen, sehen sie kurz darauf am Ameisenhügel mit eigenen Augen.

Mit allen Sinnen im Wald

Beim Erkunden des Waldes öffnen die Kinder all ihre Sinne. Sie vergleichen Baumarten, fühlen raue und glatte Rinden, riechen den warmen Zitrusduft einer Douglasie und spüren, wie unterschiedlich hart und weich Holz sein kann. Bald merken sie: Jeder Baum erzählt seine eigene Geschichte.

An einer Station bestimmen sie die Art über ihre Früchte, an der nächsten werden sie zu Zapfendetektiven. Dort entdecken sie, wie Samen im Zapfen verborgen liegen, wie sie sich lösen und welche Tiere ihre Spuren hinterlassen haben. Die Kinder lernen, Fraßbilder zu lesen: Wer nagt, wer pickt, wer schält? In den Zapfen sind diese kleinen Geheimnisse eingeschrieben. Wer aufmerksam hinschaut, erkennt darin das stille, lebendige Miteinander des Waldes.

Hier steht keine Station für sich allein. Jede Entdeckung öffnet die Tür zur nächsten. Eine Fraßspur führt zum Tier, das Tier zur Gemeinschaft, die Gemeinschaft zum Lebensraum und der Lebensraum zurück zur Frage, wie eigentlich alles in der Natur zusammenhängt.  Genau das ist unser Anspruch: keine zehn einzelnen Lernmomente, sondern ein Bild, das sich Stück für Stück zusammensetzt. 

Statement von Herr Schwalba – Fachlehrer des Gymnasium Dresden-Tolkewitz

Für die neuen Fünftklässler ist die Natur‑Olympiade weit mehr als ein Bildungsprojekt. Nach dem Start an der weiterführenden Schule wachsen sie hier als Gruppe zusammen: gemeinsames Entdecken, gegenseitiges Unterstützen, erstes Vertrauen, echtes Miteinander. Diese beiden intensiven Tage schaffen wichtige Grundlagen für eine starke Klassengemeinschaft – davon ist Herr Schwalber, Fach- und Klassenlehrer am Gymnasium Tolkewitz, überzeugt.

Impressionen Natur-Olympiade 2026

Sponsoren

Wir bedanken uns bei unseren „Möglichmachern“ für Ihre Unterstützung für eine erfolgreiche Natur-Olympiade 2026. Sie zeigen, wie regionale Unternehmen Verantwortung übernehmen und Bildungsangebote für die nächste Generation aktiv mitgestalten. Denn hochwertige Bildung – ganz im Sinne des SDG 4 der Vereinten Nationen – gelingt nur, wenn starke Partnerschaften bestehen (SDG 17) und Wissen in der Praxis vermittelt wird.

Wir freuen uns auf weitere Macher & Möglichmacher!

Strahlende Augen, neue Perspektiven und die Lust, die Welt zu verstehen. Die Natur-Olympiade stärkt Neugier, Wissen und Verantwortung bei Kindern. Mit Ihrer Unterstützung erreichen wir mehr Schulen, mehr Kinder, mehr Wirkung.

Kontakt

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 Bärbel Kemper & Anna-Karina Kemper
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